Sprunggelenk

Das Sprunggelenk 

Das Sprunggelenk – Aufbau und Konstruktion 

Das Sprunggelenk besteht aus zwei Gelenken, und zwar dem oberen und dem unteren Sprunggelenk. Es verbindet den Unterschenkel mit dem Fuß, so dass ein Fortbewegen des Menschen gewährleistet ist. Das Fußgelenk ist ein Scharniergelenk. Durch seine Funktion wird es dem Fuß ermöglicht, sich zu heben und zu senken. Damit sich der Fuß auch drehen kann, gibt es das untere Sprunggelenk. 

An seinem unteren Ende mündet das Bein in den Fuß, ohne den der Mensch nicht aufrecht gehen könnte. Wie auch die Hand basiert die Struktur des menschlichen Fußes auf einer Fünf-Finger-Konstruktion. Der Fuß besteht aus Ferse, Sohle und Zehen. Mit den beiden Unterschenkelknochen ist der Fuß über das Sprunggelenk verbunden.

Die Fußknochen sind in der Längs- und Querrichtung gewölbt, wobei die Wölbung an der Innenseite besonders ausgeprägt ist. Ausschlaggebend ist dabei die Lage und Form der Fußknochen sowie Bänder und Muskeln. Diese Konstruktion hat zur Folge, daß das gesamte Körpergewicht des Menschen auf der Ferse und den Köpfen des ersten und fünften Mittelfußknochen ruht. Dies sind gleichzeitig die Bereiche des Fusses, die am stärksten durch Fettgewebe gepolstert sind. 

Das Fußgelenk wird landläufig auch als Knöchel bezeichnet. Medizinisch betrachtet ist der Knöchel allerdings ein knöcherner Höcker am unteren Ende des Schienbeins. Der Knöchel unterteilt sich nochmals in Außenknöchel und Innenknöchel. 

Der Fuß und somit auch das Fußgelenk ist der Körperteil, der beim Menschen zu den am meisten beanspruchten gehört. Täglich trägt das Gelenk das gesamte Gewicht des Körpers. Bei jedem Schritt, den der Mensch tut, muss es die Last auf den Boden übertragen. 

Verletzungen in Sprunggelenk, Fußgelenk und Knöchel 

Folglich sind besonders das Fußgelenk und der Knöchel von Verletzungen betroffen. Gerade während des Sportes ereignen sich nicht selten Unfälle, in denen der Knöchel in Mitleidenschaft gezogen wird. Man geht davon aus, dass auf Sportverletzungen rund 40 Prozent der gesamten Verletzungen des Knöchels entfallen. Besonders bei Fußball, Handball, Basketball und Volleyball kommt es zu Knöchelverletzungen. 

Die häufigste Art der Verletzungen ist der Knöchelbruch. Dabei bricht der Innenknöchel wesentlich häufiger als der Außenknöchel. In ungünstigen Fällen können aber auch beide Knöchel brechen. 

Wenn dies passiert, werden in der Regel auch die Bänder in Mitleidenschaft gezogen. Doch auch das Fußgelenk selbst ist nicht vor Verletzungen gefeit. Durch die hohe Belastung, die tagtäglich auf den Fuß wirken, sind Verletzungen an Fuß und Sprunggelenk an der Tagesordnung. 

Ermüdung oder Schädigung kann zu einem Absinken des Längsgewölbes und der Ausbildung eines Plattfußes führen. Der Spreizfuß ist dagegen Ergebnis einer Abflachung des Quergewölbes. Verschiedentlich kommt es auch zu Mischformen, bei denen beide Gewölbe abgesunken sind. 

Stark befördert werden derartige Schädigungen durch das Erschlaffen von Muskulatur und Bändern. Mangelnde körperliche Belastung kann auch zu einer Schrumpfung der Gelenkkapseln führen, wodurch sich die Beweglichkeit der Gelenke mindert. 

Umknicken als häufige Verletzung des Sprunggelenks 

Sicherlich ist jeder im Verlauf seines Lebens mindestens schon einmal umgeknickt. Gerade im Sport kann diese Verletzung durch die oft sehr hohen Geschwindigkeiten beim Laufen und das abrupte Abstoppen durch das Umknicken zu höchst unerfreulichen Auswirkungen führen. Nicht selten sind die Bänder, die das Sprunggelenk halten, involviert. 

Beim heftigen Umknicken kann es sogar zu Bänderzerrungen, aber auch im schlimmsten Fall zu Anrissen oder Abrissen der Bänder kommen. Auch die Verstauchung des Fußgelenks ist eine häufige Verletzung im Bereich des Fußes. Die Verletzungen des Sprunggelenks, die durch sportliche Aktivität hervorgerufen wurden, sind mit 20 Prozent recht hoch. 

Verletzungen am Sprunggelenk 

Verletzungen am Sprunggelenk kommen sowohl beim Sport, als auch in Freizeit und Beruf vor. Um insbesondere ein Umknicken des Sprunggelenks mit den daraus resultierenden Folgeschäden wie Anrisse und Abrisse von Bändern und Sehnen oder Zerrungen zu vermeiden, empfiehlt sich das Tragen einer Sprunggelenkbandage

Um das Sprunggelenk zu schützen und zu wärmen empfiehlt sich ein Sprunggelenkschutz. Sollte eine stärkere Stabilisierung und Stützung des Sprunggelenks notwendig sein, beispielsweise wenn bereits eine frühere Verletzung vorliegt, empfiehlt sich eine Sprunggelenkstütze beziehungsweise eine Sprunggelenkorthese.

 

Weiter zu: Sprunggelenkbandage

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.