Knieschmerzen beim Laufen

Knieschmerzen beim Laufen

Ursachen für das Auftreten von Knieschmerzen beim Joggen und einige Tipps, um diese zu vermeiden

Nicht wenige passionierte Läufer und auch viele Anfänger leiden unter Knieschmerzen beim Laufen. Bei manchen werden diese Schmerzen so stark, daß man nicht mehr laufen kann und in schwerwiegenderen Fällen verspürt man auch beim Gehen oder im Stehen Gelenkschmerzen im Knie.

Schmerzen im Knie können plötzlich in Form einer akuten Verletzung auftreten, beispielsweise wenn man beim Laufen stürzt. Knieschmerzen können sich aber auch über einen längeren Zeitraum hin "einschleichen" und sich beginnend mit einem anfänglichen Drücken oder Kribbeln hin zu einem stark pochenden oder stechenden Schmerz in Knie, Kniegelenk und Kniekehle entwickeln.

 

Auslöser von Knieschmerzen beim Laufen - Überlastung und Fehlbelastung

 

Die beiden wichtigsten Ursachen für das Auftreten von Gelenkschmerzen im Knie während des Joggen sind Überlastung und Fehlbelastung. Eine Überlastung kann sowohl Ergebnis zu häufigen beziehungsweise zu langen und intensiven Trainings sein, beispielsweise durch längeres Bergauf-Laufen. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsintensität gehört hierzu.

Eine Fehlbelastung ergibt sich dagegen aus einem falschen Laufstil, der bei manchen Menschen Resultat von Fehlstellungen, unterschiedlicher Stabilitäten von Hüftgelenk und Sprunggelenk oder verschieden langer beziehungsweise unterschiedlich stark ausgeprägter Muskulatur ist. Bei Gesundheit.de heißt es hierzu:

"Ist beispielsweise die Muskulatur an der Fußinnenseite zu schwach ausgeprägt, so dass der Fuß nach innen knickt, hat dies auch Folgen für das Kniegelenk: Durch die Verdrehung des Unterschenkels werden die Sehnen und Knorpelflächen im Knie falsch belastet und das Gelenk beginnt mit der Zeit zu schmerzen. Zudem wird das Kniegelenk auch falsch belastet, wenn die Muskulatur im Hüftgelenk zu schwach ausgeprägt ist, da sich der Oberschenkel dann zu stark nach innen dreht."

Durch einen falschen Laufstil ausgelöste Knieschmerzen können auch Folge eines zu harten Beugens des Kniegelenks im Moment des Aufkommens auf den Boden sein. Wird dadurch doch ein weit höherer Druck als eigentlich nötig auf das Kniegelenk ausgeübt, der sich schnell in Form von Schmerzen bemerkbar machen kann.

Angesichts der Belastung, denen Knie und Kniegelenk während des Laufens ausgesetzt sind, können sich auch vorliegende Erkrankungen, die noch nicht vollständig zum Ausbruch gekommen sind, in Form von Schmerzen äußern. Zu denken ist hier sowohl an Entzündungen im Kniegelenk als auch an Abnutzungserscheinungen von Knorpeln und Knochen.

 

Wie sollte man auf akute Knieschmerzen beim Laufen reagieren?

Treten die Schmerzen akut auf, muß man den Trainingslauf natürlich sofort beenden. Akute Gelenkschmerzen können durch Kühlen mittels Eisbeutel oder Eisspray gelindert werden und auch ein Ruhigstellen und Hochlagern des Beines hat einen schmerzlindernden Effekt.

Dann sollte man sich aber baldmöglichst auf die Suche nach einem Arzt machen, um eine fachlich fundierte Diagnose einzuholen. Wie bei allen Schmerzen und gesundheitlichen Beschwerden ist nur ein Mediziner die richtige Adresse, da nur er über die entsprechende Ausbildung und Erfahrung zur Erstellung einer fachkundigen Diagnose verfügt.

Daß darin nicht alle Ärzte gleich gut sind, versteht sich von selbst, weshalb ein wenig Herumfragen im Bekanntenkreis oder eine Recherche im Internet nicht von Nachteil ist wenn es darum geht, einen empfehlenswerten Orthopäden zu finden.

Verschiedentlich mag dies auch ein Röntgen des Knies erfordern. Generell läßt sich sagen, daß in den meisten Fällen einfache therapeutische Maßnahmen genügen, um den Kniebeschwerden zu begegnen. Ein breites Spektrum von Therapien bietet sich dabei an.

Hierzu zählen schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente oder Spritzen, Salben, Krankengymnastik und physiotherapeutische Dehnungs- und Kräftigungsübungen oder auch das Tragen von Kniebandagen, um das Kniegelenk zu wärmen, zu stützen und zu stabilisieren. Falls die Kniebandage über eine integrierte Druckpelotte verfügt, massiert sie zudem das Gewebe des Knies bei Bewegungen.

Nur bei wenigen Läufern sind bereits in der Anfangsphase die Knieprobleme so gravierend, daß weitergehende therapeutische Schritte in Form eines operativen Eingriffs notwendig sind. Und auch wenn derartiges notwendig ist, sollte man sich nicht unnötig sorgen, da viele Operationen bereits in Form minimalinvasiver Eingriffe vorgenommen werden, die keinen längerfristigen Krankenhausaufenthalt erfordern.

 

Das Läuferknie als typische Erkrankung bei Läufern und Leichtathleten

Die von Medizinern als Ilio-tibiales Bandsyndrom bezeichnete Erkrankung wird gemeinhin auch als Läuferknie bezeichnet. Nicht umsonst, denn unter ihr leiden besonders Menschen, die viel laufen wie beispielsweise Langstrecken- und Marathonläufer, Leichtathleten und Triathleten. Typisch für das sogenannte Runner's Knee sind Schmerzen im Bereich der Außenseiten des Kniegelenks.

Das Läuferknie kann sowohl Folge einer Überbelastung als auch einer Fehlbelastung des Kniegelenks sein. Die Fehlbelastung kann Ergebnis eines falschen Laufstils oder einer Fehlstellung der Beine wie etwa X-Beine oder O-Beine sein. Die Überbelastung kann sich sowohl aufgrund einer zu langen, harten, steinigen oder zu steilen Laufstrecke ergeben. Aber auch zu schnelles Laufen oder ein nicht ausreichendes Aufwärmen können die Knie überlasten.

Der Effekt ist in beiden Fällen, sei es Überlastung oder Fehlbelastung, der gleiche: Eine an der Außenseite des Oberschenkels hin zu Schienbein verlaufende Sehnenplatte namens Tractus iliotibialis reibt sich an den Knochen des Kniegelenks. Dies führt zu einer schmerzhaften Entzündung des betroffenen Gewebes.

Behandelt wird ein Läuferknie zumeist durch Kühlen der Kniegelenke sowie durch Einnahme entzündungshemmender Medikamente. Auch Kniebandagen in Form des sogenannten Knieband beziehungsweise Knee Strap können Abhilfe schaffen, wenngleich man vor deren Anschaffung einen Arzt konsultieren sollte.

 

Sind die Schmerzen an der Vorderseite oder der Außenseite des Knies?

Treten die Schmerzen ausschließlich oder vordringlich an der Vorderseite der Knie auf, so empfiehlt sich eine Änderung des Laufstils. Anstatt mit der Ferse zuerst aufzukommen, sollte man sich darauf konzentrieren, mit dem gesamten Fuß gleichzeitig aufzukommen. Bei Egym.de wird diese Technik  folgendermaßen beschrieben:

"Als Fersenläufer setzt du den Fuß vor dem Körper auf, was zu einer höheren Belastung am Knie führen kann. Versuche den ganzen Fuß gleichzeitig genau unter dem Körper aufzusetzen und etwas kleiner Schritte zu machen. Das lässt sich gut bei flachen Bergläufen üben, da Du am Berg fast automatisch so läufst. Die Schwierigkeit ist dann diese Lauftechnik in der Ebene umzusetzen. Zwischendurch öfter Barfuß zu laufen kann Dir dabei helfen, da so automatisch die besser federnde Ballentechnik gewählt wird.

Trainiere zu Beginn der Umstellung maximal 15 Minuten mit dieser Technik, da sich die Muskulatur erst langsam daran gewöhnen muss. Die Achillessehne und die Wadenmuskulatur werden durch den Vorder- und Mittelfußlauf deutlich stärker beansprucht. Das ist allerdings nur Trainingssache und dafür werden die Gelenke so geschont!"

Sind die Schmerzen dagegen bevorzugt an der Außenseite der Knie, sollte man darauf achten, die Sprunggelenke vor dem Laufen ausreichend zu dehnen und zu mobilisieren. Denn eine nicht ausreichende Mobilität der Sprunggelenke kann eine Fehlstellung der Beine hervorrufen, in deren Gefolge dann auch Knieschmerzen auftreten können. Ergänzen kann man dies durch Massage der Oberschenkelmuskulatur.

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