Knie

Knie, Kniegelenk und Kniescheibe

 

Das Kniegelenk und seine Physiologie

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Gleichzeitig ist das Knie auch das am meisten beanspruchte Gelenk. Dementsprechend ist kein Gelenk des menschlichen Körpers häufiger verletzt, als das Kniegelenk. Das Kniegelenk ist ein Drehscharniergelenk, da es gleichermaßen gebeugt und gedreht werden kann.

Gebildet wird das Kniegelenk von drei Knochen, nämlich dem Oberschenkelknochen, dem Schienbein und der Kniescheibe. Eine Knorpelschicht überzieht die Gelenkknochen und macht sie dadurch gleitfähig. Auch die drei bis vier Zentimeter große Kniescheibe ist mit einer Knorpelschicht überzogen. Sie sitzt auf dem Kniegelenk und schützt dieses von vorne.

In der Spalte des Kniegelenks befinden sich zwei halbmondförmige Scheiben aus Faserknorpel, die als Menisken bezeichnet werden. Diese verformen sich unter Belastung und sorgen dafür, daß der auf das Knie wirkende Druck auf eine möglichst große Fläche verteilt wird.

Bei allen höheren Wirbeltieren ist das Kniegelenk das Verbindungsgelenk zwischen Ober- und Unterschenkel an den Hintergliedmaßen. Das Kniegelenk gibt den Beinen beides, Stabilität und Beweglichkeit zugleich. Bemerkenswert ist die Belastungsfähigkeit des menschlichen Kniegelenks, das kurzzeitig bis zu eineinhalb Tonnen stützen kann.

 

Belastbarkeit und häufige Erkrankungen des Knies

Allerdings sollte die Belastbarkeit des Knies nie überschätzt werden. Viele Verletzungen ziehen eine langwierige Therapie nach sich und können doch bleibende Schäden nicht vermeiden helfen.

Die Kniegelenksarthrose kann als die häufigste Erkrankung des Kniegelenks angesehen werden. Sie entsteht durch die abnutzungbedingte Beschädigung der Knorpelgleitschicht im Kniegelenk. Die Folgen sind Entzündungen, Schmerzen, Instabilität und verschiedene, durchweg beschwerliche und lästige Bewegungseinschränkungen.

Eine ebenfalls weit verbreitete Kniegelenks-Krankheit sind Meniskusrisse, die mit zunehmenden Lebensalter verstärkt auftreten. Da gerade in höherem Alter die Selbstheilungskräfte des Miniskus geringer werden, muß der gerissene Miniskus in vielen Fällen operativ entfernt werden.

Weitere Erkrankungen, die in Verbindung mit dem Knie stehen, sind Kreuzbandverletzungen und Seitenbänderrisse. Kreuzbandverletzungen verheilen oft langsam und schränken die Stabilität des Kniegelenks stark ein. Charakteristisch für Seitenbänderrisse ist, daß diese häufig zusammen mit anderen Beinverletzungen auftreten.

Dabei heilen Risse des Innenbands in der Regel leichter als diejenigen des Außenbands, die nicht selten operiert werden müssen.Das Knie und das Kniegelenk sind bei vielen Sportarten zum Teil starken Belastungen ausgesetzt. Bei vielen Disziplinen folgt auf einen schnellen Sprint ein abruptes Stoppen, wodurch sowohl Bänder und Sehnen als auch die Kniescheibe, die auch als Patella bezeichnet wird, belastet werden. 

Verletzungen des Knies und Wege der Prävention

Entsprechend der Schwere der Belastung resultiert hieraus auch die Gefahr von Verletzungen im Kniebereich wie beispielsweise Sehnen- und Bänderanrisse oder -abrisse, Zerrungen und Prellungen. Letztere können auch Folge von Schlägen auf das Knie oder von Stürzen sein. Abhängig von der Intensität der Belastung und der Verletzungsgefahr ein ausreichender Schutz der Knie beim Sport notwendig.

Hierzu gehört sowohl die allseits bekannte Kniebandage, als auch Knieschoner und Knieschützer, wie sie typisch für Handball und Volleyball, aber auch Basketball, Hockey und andere Ballsportarten sind. Ein Knieband empfiehlt sich dagegen beim sogenannten Läuferknie.

 

Liegt eine Vorbelastung des Knies beispielsweise in Form einer Instabiltät von Bändern und Sehnen oder aufgrund einer früheren Verletzung vor, werden Produkte bevorzugt, die einen stärkeren Schutz und eine stärker stabilisierende Wirkung haben. Hierzu zählen Artikel wie eine Kniestütze, eine eine Knieorthese oder eine Kniegelenkstütze, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen.

 

Nützliche Informationen zu Knie und Kniegelenk finden sich in diesen Videos:

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