Handballverbände

Handballverbände in Deutschland: DHB, Regionalverbände und Landesverbände 

Handballverbände und der Deutsche Handball-Bund 

Handballverbände gibt es in Deutschland wie in vielen anderen Sportdisziplinen auch. Diese Verbände dienen dazu, Regeln und Bestimmungen festzulegen sowie die Interessen dieses Sports nach außen zu vertreten. Der Handball ist dabei in eine Reihe von regionalen und überregionalen Verbänden gegliedert, die sich grob an den Grenzen der Bundesländer orientieren. 

An deren Spitze steht als Dachverband der Deutsche Handball-Bund DHB, der seinen seinen Sitz in Dortmund, einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen hat. Dem DHB obliegt unter anderem die verbindliche Regelung von Konzepten und die Auslegung des Regelwerks für alle Verbände. In Form der Deutschen Handball-Liga (DHL) führt der Verband die Aufsicht über Handball-Bundesligen und den korrekten Ablauf des Spielbetriebs.

 

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) 

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) wurde von 46 Delegierten gegründet, die sich im Jahr 1949 in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr trafen und beschlossen, den DHB als Dachverband aller Handballverbände ins Leben zu rufen. Man wählte damals Willi Daume zum ersten Präsidenten des Deutschen Handball-Bundes, der dieses Amt bis 1955 ausübte. 

Sein Nachfolger war in den Jahren 1955 bis 1966 Ernst Feick, gefolgt von Otto Seeber (1966 bis 1972) und Bernhard Thiele (1972 bis 1989). Zwischen 1989 und 1993 war Hans-Jürgen Hinrichs DHB-Präsident, von 1993 bis 1998 übt Bernd Steinhauser dieses Amt aus. Der gegenwärtige Amtsinhaber ist seit 2015 Andreas Michelmann.

 

Der erste DHB-Präsident Willi Daume war es gewesen, der als Vorsitzender des Arbeitsausschusses für Handball die Grundlagen für die Gründung des DHB geschaffen hatte und der in den nachfolgenden Jahrzehnten zu einer der herausragendsten sportpolitischen Funktionäre der Bundesrepublik wurde. Ihm zu Ehren trägt der Sitz des DHB in der Strobelalle in Dortmund den Namen „Willi-Daume-Haus“.

 

Der DHB hat mehr als 827.000 Mitglieder, die in rund 5.700 Handball-Vereinen oranisiert sind, die insgesamt 33.000 Mannschaften haben. Mit dieser beachtlichen Zahl von Mitgliedern ist der DHB der weltweit größte Handballverband. Die wichtigsten sportlichen Erfolge des DHB war der Sieg der Männer-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften von 1978 und 2007 sowie der Frauen-Nationalmannschaft in den Jahren 1971, 1975, 1978 und 1993. am 21. Januar 2016 bezwang die DHB Auswahl im Endspiel Spanien mit 24:17 und wurde Europameister.

 

Regionalverbände und Landesverbände im DHB 

Dem DHB untergeordnet sind insgesamt fünf Regionalverbände, die sich wiederum aus 22 sogenannten Landesverbänden zusammensetzen. Einer der fünf Regionalverbände ist beispielsweise der Westdeutsche Handball-Verband (WHV). Im WHV sind der Handball-Verband Mittelrhein, der Handball-Verband Niederrhein und der Handball-Verband Westfalen zusammengeschlossen. 

Andere Regionalverbände sind der Norddeutsche Handball-Verband (NHV), der Nordostdeutsche Handball-Verband (NOHV), der Süddeutsche Handball-Verband (SHV) sowie der Südwestdeusche Handball-Verband (SWHV).

Alle Regionalverbände und Landesverbände ähneln sich in ihrer Organisation. Geleitet werden sie von dem Vorstand, der sich aus verschiedenen Mitgliedern zusammensetzt. Damit die Ordnung innerhalb des Verbandes geregelt ist, gibt es Satzungen und Ordnungen, die für jedes Verbandsmitglied gelten.

Die Verbände organisieren den Spielbetrieb in ihrer Region, während die Bundesliga wie vorstehend erwähnt von DHB und DHL beaufsichtigt wird.

Die Handballverbände sind stark an der Arbeit mit jugendlichen Handballern interessiert. Bei jedem der Verbände können sich junge Sportler über den Handball, seine Regeln und Vorschriften kundig machen. Einige Verbände organisieren für die interessierte Jungend sogar spezielle Jugendhandballcamps, damit jungen Menschen die Faszination des Handballsports kennenlernen können.

 

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Tags: Handball

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