Verspannung – Ursachen und Folgen
Eine Verspannung und ihre Ursachen
Die häufigste Ursache für eine Verspannung ist eine Fehlhaltung. Medizinisch versteht man unter einer Verspannung das schlechte Zusammenspiel von Muskelgruppen, wobei meist auch die Koordination gestört ist. Gerade eine krumme Körperhaltung führt in der Regel zu einer Verspannung. Meist ist der Lendenwirbelbereich betroffen. Doch sind ebenso Verspannungen im Halswirbelbereich oder in den Schultern möglich.
Man kann sich das so vorstellen. Einen völlig entspannten Muskel gibt es nicht. Jeder Muskel hat eine gewisse Grundspannung. Diese nennt man Tonus. Wird ein Muskel nun bewusst angespannt, zum Beispiel, wenn man etwas aufheben möchte, so spricht man von Hypertonus. Das ist die Anspannungsstärke, die ein Muskel beim Anspannen entwickelt. In der Regel entspannt der Muskel wieder zurück auf den Tonus.
Ist ein Muskel nun dauerhaft angespannt, so entwickelt sich langsam aber sicher die Verspannung. Der Muskel kann nicht zurück in seine Grundanspannung und wird dauernd überlastet. Dies passiert in der Regel genau dann, wenn man stets mit einer gekrümmten Haltung zum Beispiel vor dem Rechner sitzt. In diesem Fall sind meist die großen Muskelgruppen, die die Wirbelsäule stützen, betroffen.
Die Verspannung der Schulter
Eine Verspannung kann auch die Schulter treffen, vor allem bei Menschen, die unbewusst die Schultern hochziehen. Auch dies kann zu Verspannungen führen. Hier sind dann die Schultern und die Halswirbelsäule betroffen. Denn ein weiterer Auslöser für die Verspannung kann seelischer Stress sein. Gerade dann nämlich zieht der Mensch gerne die Schultern hoch, um sich unbewusst vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Ist der Muskel erst einmal verspannt, führt dies meist zu einer Spirale, die schwer ist, zu durchbrechen. Die Verspannung sorgt dafür, dass der Muskel langsam verkümmert. Ist die Verspannung schon chronisch, so bilden sich die Muskeln meist schon in kleinen Verhärtungen aus. Je verspannter ein Muskel ist, um so größer ist der Schmerz, den die Verspannung auslöst. Denn eine Verspannung wird an das Gehirn als bewusst wahrgenommener Schmerz direkt weitergeleitet.
Folglich versucht der Mensch, dieser Bewegung, die den Schmerz auslöst, aus dem Weg zu gehen. Die Folge ist meist, dass die Bewegung noch mehr eingeschränkt wird, was wiederum zur Folge hat, dass die Muskeln noch weiter verspannen. Stattdessen sollte man bei einer Verspannung genau das Gegenteil tun. Nämlich langsam damit anfangen, den Muskel leicht zu dehnen und wieder aufzubauen, damit er erneut seiner Funktion nachgehen kann, ohne Schmerzen auszulösen.
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