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Schulter und Schultergelenk: Anatomie, Funktion und Verletzungen

Schulter und Schultergelenk

Die Schulter ist eines der faszinierendsten Teile des menschlichen Körpers. Als Schulter bezeichnet man die Region zwischen Halsansatz und Schultergelenk. Durch das Schlüsselbein, welches die Verbindung zwischen Schultergelenk und Brustkorb herstellt, ist die Schulter der Körperteil, das die größten Bewegungsmöglichkeiten bietet. So kann zum Beispiel der Arm mit Hilfe des Schultergelenks in alle Richtungen gedreht werden.

Doch der Aufbau der Schulter birgt auch Verletzungsgefahren. Das Schultergelenk ist ein Gelenk, dass durch die Muskeln geführt wird. Vergleicht man dieses etwa mit dem Hüftgelenk, wird der Unterschied schnell deutlich. Das Hüftgelenk ist ein Gelenk, das von Bändern gestützt wird. Diese Bänder halten enorme Kräfte aus. Folglich ist das Hüftgelenk ein sehr stabiles Gelenk. Dies ist bei der Schulter nicht der Fall. Dadurch, dass es seine Stabilität hauptsächlich von Muskeln erhält, ist die Verletzungsgefahr des Gelenks aber deutlich höher.

Aufgaben der Schulter

Die Schulter gehört zu den beweglichsten Teilen des menschlichen Körpers. Dies liegt an ihrem Aufbau. Die Schulter, die Region also zwischen Schultergelenk und Halsansatz, wird durch das Schlüsselbein mit dem Brustkorb verbunden. Dies bedingt den hohen Bewegungsgrad der Schulter. Denn das Schlüsselbein ist die einzige Verbindung zum Skelett.

Denn bei der Schulter sind es die Weichteile, die für die Kraftübertragung und die Stabilität verantwortlich sind. Hinzu kommt, dass sie, anders als das Hüftgelenk zum Beispiel, fast ausschließlich durch Muskeln geführt wird. Die meisten Gelenke im menschlichen Körper werden stabilisiert durch einen umfangreichen Bänderapparat. Dieser Bänderapparat sorgt für einen außerordentlich großen Schutz für das Gelenk. Es kann ernormen Kräften standhalten.

Funktionsweise der Schulter

Die Schulter funktioniert auf eine andere Art und Weise. Zwar halten auch Bänder die Schulter. Doch die Schulter ist in erster Linie so aufgebaut, dass viele Muskeln in einer außerordentlich komplexen Weise miteinander wirken. Dies macht zwar den hohen Bewegungsgrad aus, sorgt aber gleichzeitig auch für eine hohe Verletzungsgefahr.

Bei Sportlern, die eine ausgeprägte Schultermuskulatur haben, ist diese Gefahr sicherlich nicht zu groß. Denn die Muskeln übernehmen dann die Schutzfunktion für die Schulter. Bei weniger ausgeprägten Muskeln kann es schnell einmal zum Auskugeln des Schultergelenks kommen.

Schulter – Beweglichkeit und Stabilität

Von ihrer Konstruktion her ist die Schulter frei beweglich. Doch dieser Beweglichkeit steht aufgrund der Anatomie der Schulter eine geringere Stabilität gegenüber, die dafür verantwortlich ist, dass gerade die Schulter oft in Verletzungen involviert ist. Hierzu gehört besonders das Auskugeln des Schultergelenks. Insbesondere, wenn ein Teil der Knorpellippe, die dazu da ist, der Schulter ein wenig mehr Stabilität zu verleihen, abgerissen ist. Dann kann es leicht passieren, dass das Schultergelenk wiederholt auskugelt. Auch das sogenannte Schulterdach ist verletzungsgefährdet.

Die über der Schulter befindlichen Muskeln verlaufen manschettenartig. Durch diese Muskeln ist es möglich, den Arm nach links oder rechts zu drehen oder ihn in der Waagerechten zu halten. Daher wird diese Muskelgruppe Rotationsmanschette genannt. Sie verläuft durch einen knöchernen Kanal. Kommt es nun zu einer Überbelastung der Schulter, so kann es passieren, dass die Muskelfasern angegriffen werden.

Auskugeln und Ruptur als häufige Verletzung der Schulter

Das Auskugeln der Schulter zählt mit zu den häufigsten Verletzungen im Sport. Eine ebenso häufige Verletzung im Bereich der Schulter ist die Ruptur der Rotatorenmanschetten. Dies ist eine Muskelgruppe über dem Schultergelenk, die dafür verantwortlich ist, den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne zu halten. Durch diese große Muskelgruppe ist es möglich, dass der Arm nach links und rechts gedreht werden kann.

Ebenso ist es möglich, ihn in der Waagerechten zu halten. Daher rührt der Name dieser Muskelgruppe. Da diese Muskeln jedoch durch einen knöchernen Kanal laufen, kann es im Laufe der Zeit, insbesondere bei einer dauernden Überlastung, dazu kommen, dass einzelne Muskelfasern nach und nach abreißen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem kompletten Abriss aufgrund der Abnutzung. Das ist dann die Ruptur. So beweglich die Schulter ist, so anfällig ist sie für Verletzungen.

Schulterverletzungen

Schulterverletzungen können bei einer zeitlich längerfristigen Belastung wie die skizzierte auftreten. So kann eine Schädigung der Muskelfasern durch wiederholtes Scheuern an den Knochen ein Anreißen oder sogar ein Abreißen dieser Muskelfasern hervorrufen. Insbesondere im Kraftsport ist dies ein immer wiederkehrendes Problem, mit dem viele Sportler konfrontiert sind.

Angesichts der großen Beweglichkeit der Schulter und der im Vergleich zu anderen Gelenken des menschlichen Körpers geringeren Stabilität des Schultergelenks sollte man bei entsprechender Belastung große Aufmerksamkeit walten lassen. Ein Schutz und eine Stabilisierung der Schulter ist durch geeignete Hilfsmittel wie einer Schulterbandage beziehungsweise einen Schulterschutz möglich. Um die Schulter zu stabilisieren empfiehlt sich eine Schulterstütze.

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